Im Februar 1981 bekam ich im Alter von 9 Jahren meinen ersten Yorkshireterrier.
Daisy Dell Delight war von meiner Freundin aus England importiert worden als Deckrüde für ihre Zucht. Er vertrug sich nicht mit ihrem ältesten Deckrüden und so bekam er bei mir vorerst einen Pflegeplatz und später sein dauerhaftes Zuhause. 1995, also ein Jahr später, kam Christoph’s honest Sir Hobbit - ein Sohn von meinem ersten Yorkie - dazu.
1994 wurde dann mein erster Wurf und gleichzeitig die letzten Kinder von Hobbit geboren: Chipie und Teddy. Teddy schenkte ich meiner Schwester – sie lebt heute noch und ist nun bald 15 ½ Jahre alt.
Chipie hingegen blieb bei mir und begann eine unglaubliche Karriere als Gebrauchs-und Sporthund ... Sie bestand Begleithund- und Ausdauerprüfungen und lief im Agility. Ihr erstes Turnier war im Mai 1996 - im Sommer 1997 nahm sie schon an der Deutschen Meisterschaft teil. Ende 1997 begann ihre Ausbildung zum Fährtenhund - von November 1997 bis November 2007 startete Chipie auf über 110 Fährtenprüfungen bis in den höchsten Leistungsstufen. Parallel lief sie weiter im Agility.
Chipie’s Leistung war aber weit größer, als die Teilnahmen an den Prüfungen zeigten – sie startete eine Ära, in der das Ansehen von Yorkies im Hundesport hergestellt wurde – denn eines konnten ihr auch die größten Kritiker nie absprechen: Chipie’s unglaubliche Motivation und ihren herausragenden Kampfgeist.
1999 kam N’Picsou vom Mönchhof in unser Rudel. Picsou war damals der größte und stärkste aus einem 7er-Wurf. Er sollte auch im Agility und in der Fährte arbeiten. Dies brachte ihn auch in die höchste Stufe im Agility und bis in die FH2. Dann entdeckten wir das Obedience für uns – eine Sportart, die dem extrem anhänglichen und folgsamen Picsou auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Und so starten wir auch dort. Picsou startet Ende Mai 2010 in der höchsten Leistungsstufe im Obedience.
2003 kam Minniemaus, ein Schwarzer Terrier, in unser Rudel. Ihre Liebe zu kleinen Hunden und ihre Geduld machen sie zu einem idealen Beschützer der Yorkiemeute. Für ihr kleines Rudel würde sie sich zerreißen lassen. Chefin blieb weiterhin die kleine Chipie, die mit ihren 19 cm und 3,2 kg selbst einen großen (75 cm, 50 kg) Hund wie Minnie problemlos „beherrschte“.
Chipie musste im November 2008 aufgrund von Lebertumoren eingeschläfert werden. Nach Chipie’s Tod brach natürlich eine Welt für mich zusammen – Chipie war mein Traumhund – mein erster selbst gezüchteter und ein Multitalent. Ein Yorkie, der einen Meilenstein im Hundesport gesetzt hatte.
Nur einer war in der Lage mich zu trösten: 10 Tage nach Chipie’s Tod kam Franzi of Lillemoor zu uns. Nichts hilft mehr als ein kleiner fröhlicher Welpe, der einem die Tränen wegschleckt ... Franzi war damals 16 Wochen alt und so konnte die Arbeit beginnen ... sie macht sich gut in der Fährte und im Agility - gleichzeitig wird sie auch im Obedience ausgebildet. Nun ist sie aber erst einmal im „Mutterschutz“ – am 27. Februar 2010 hat sie ihre ersten Welpen bekommen.
Der Zwingername Chipie’s charming führt natürlich auf meine geliebte Chipie zurück.
Ziel ist es, Yorkshireterrier für den Sport zu züchten. Grundsätzlich eignen sich Yorkies sehr gut für den Sport - sie sind intelligent, arbeitswillig und folgsam. Yorkshireterrier sind langlebig, problemlos unterzubringen (meine Hunde haben mich von der Schule über die Uni bis später auf die Arbeit begleitet) und sie haben keinen Fellwechsel. Die Größe ist eigentlich nur eine optische Täuschung – wie ich zu sagen pflege: „Yorkies sind Hunde in konzentrierter Form.“ ...
Es sind ganz sicher keine Schoßhunde und sie werden aus meiner Zucht nicht als solche vermittelt. Wer sich für einen Yorkie entscheidet, wird eine starke kleine Persönlichkeit an seiner Seite haben, die beschäftigt sein will. Bisher habe ich noch keine Einschränkung gefunden - selbst im „Schutzdienst“ haben wir spaßeshalber mit Chipie und Picsou gearbeitet ...
Besonderen Wert legen wir auf Gesundheit und Prägung der Welpen – im Hinblick auf den späteren Einsatz unserer Yorkshireterrier im Sport.
Selbstverständlich wachsen unsere Yorkies in der Familie auf und sind zum Zeitpunkt der Abgabe schon ans Autofahren und viele alltägliche Situationen gewöhnt. Viel Zeit verbringen die Kleinen beim Toben im Garten und mit unseren anderen Hunden und einer Katze.